Schlemmen zum Schulstart

Der Schulstart ist für die meisten Abc-Schützen und ihre Familien ein wichtiger Meilenstein, der gebührend gefeiert wird. Oft werden Freunde und Verwandte zu einem vergnügten Fest im Garten oder Park eingeladen. Neben Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder spielt das Essen für Groß und Klein an diesem Tag eine ebenso wichtige Rolle. Fleischereien haben sich darauf eingestellt.

Sorglos genießen

Für Kinder ist die Einschulung ein aufregendes Ereignis. Sie gehören nun endlich zu den Großen, sie lernen Schreiben und Lesen und begegnen vielen neuen Klassenkameradinnen und -kameraden. Auch für die Eltern steckt der erste Schultag mitunter voller Emotionen. Sie möchten eine wundervolle Zeit mit ihrem Kind verbringen – und sich stundenlang in der Küche stehen. Vielerorts sind daher die Catering- und Partyservice-Leistungen von Fleischereien sehr gefragt. Denn selbstverständlich soll es an diesem Tag etwas Besonderes geben und das sind die handwerklich hergestellten Spezialitäten aus dem Fachgeschäft. Einige Fleischereien bieten zur Einschulungszeit spezielle Catering- und Partyservice-Menüs an. Kundinnen und Kunden haben darüber hinaus immer die Möglichkeit, sich eine individuelle Auswahl zusammenstellenzulassen, gern auch mit dem Lieblingsessen der Kinder.

Gut umsorgt

Die Produkte des Fleischerhandwerks begleiten die Kinder womöglich auch weiterhin, etwa als Aufschnitt auf dem Pausenbrot. Darüber hinaus wird an vielen Schulen und in Kindertagesstätten ein warmes Mittagessen angeboten. Besonders in ländlicheren Regionen wird dieses oft von ortansässigen Fleischereien mit Catering-Betrieb täglich frisch zubereitet und geliefert. Bei Ausschreibungen legen Schulen und Kindertagesstätten großen Wert auf gesunde, ausgewogene und kindgerechte Ernährung. Hier punkten Fleischerinnen und Fleischer mit ihrer Fachkenntnis, ihrer Nähe zu regionalen Erzeugerinnen und Erzeugern sowie ihrer Erfahrung als Ernährungsexpeten. Wer Kindergärten und Schulen beliefert, muss außerdem strenge Hygiene- und Rechtsvorgaben erfüllen, die im Fleischerhandwerk ohnehin zu den Standards gehören. Somit trägt das Fleischerhandwerk dazu bei, dass die Freude am gemeinsamen Genießen auch nach dem großen Tag bestehen bleibt.

Wehrmutstropfen bleibt

Seit ein paar Jahren werden immer wieder Stimmen – auch aus Regierungskreisen – laut, die fordern, in der Kita- und Schulverpflegung sowie im Rahmen offizieller Veranstaltungen auf Fleisch zu verzichten: zu ungesund und zu teuer. Einige Einrichtungen und Gemeinden haben daraufhin auf ein vegetarisches Mittagsessen umgestellt. Dagegen regte sich Widerstand von Fachverbänden und Eltern, die mancherorts sogar Klage einreichten. Erst kürzlich ist die Diskussion um ein fleischfreies Mittagsessen wieder entflammt. Landwirtschaftsminister Alois Rainer – selbst gelernter Fleischermeister – greift das Thema in seiner Regierungserklärung erneut auf. Darin heißt es: „Sie [die mündigen Bürgerinnen und Bürger] sollen sich gut informiert für einen gesunden und ausgewogenen Lebensstil entscheiden können. Und zu einer ausgewogenen Ernährung gehören für mich Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch. Es geht um gesundes Essen sowie um sichere und hochwertige Lebensmittel für Jung und Alt.“ Und genau das ist der Punkt. Daher empfanden viele Fleischerinnen und Fleischer es als Bevormundung Verbraucherinnen und Verbrauchern gegenüber, befohlenermaßen auf Fleisch verzichten zu müssen. Gleichzeitig sahen viele darin eine Missachtung ihrer Arbeit.

Foto: Oksana Kuzmina – stock.adobe.com

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